Enteignen, Kollektivieren, Selbst verwalten!
Auch im nächsten und in den darauffolgenden Jahren gilt: Gisi Bleibt - Kein Profit mit Wohnraum!
Mit 600 wütenden Menschen nahmen wir uns an der grossen Gisi-Demo in Winti die Strasse gegen die angedrohte Räumung und die zugespitzte Wohnkrise. In der gleichen Woche wurde das soziale Zentrum Askatasuna in Turin von den Bullen geräumt. Damit und darüber hinaus verschränkt sich ein anhaltender Angriff auf linke und emanzipatorische Projekte mit der weltweit ansteigenden Gentrifizierung und Verdrängung.
Wir sehen Räumungsandrohung in einem Kontext stetiger und gewollter Verteuerung der Städte. Die Verdrängung armer und präkarisierter Menschen findet global in fast allen mittleren bis grossen Städten statt.
Die Ursache dafür muss also in der Struktur dieses weltumspannenden Systems liegen und in der Eigentumslogik, die Wohnraum zur Ware macht.
Wir Mieter:innen wissen aber, dass wir die Eigentümer:innen gar nicht brauchen. Wir können unsere Häuser, Quartiere und Städte ganz gut selber verwalten. Wir sind es ja auch, die die Häuser putzen, bauen, planen - Wir können uns die Besitzenden zudem gar nicht leisten!
Die Lösung des Problems liegt also auf der Hand: Wohnraum kollektivieren, der Verwertungslogik entziehen und gemeinsam selber verwalten.
Uns ist klar, dass dies nicht innerhalb des Kapitalismus zu erreichen ist - dieser muss immer weitere Bereiche zu Waren machen um überhaupt überleben zu können.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass er im Gewand der Steffanini Dynastie wieder zugreift und sich die hart erkämpft und jahrelang instandgehaltene Gisi krallen will.
Wir sagen: Sie sollen sich daran die Hände verbrennen!
Gisi Bleibt!
Hoch die internationale Solidarität!
Für die befreite Gesellschaft!



